Sonntag, 17. Januar 2016

Bündner Gerstensuppe

Bündner Gerstensuppe





Die berühmteste Suppe Graubündens ist in der ganzen Schweiz bekannt und beliebt. Neben Capuns und Pizzocherl nimmt die Gerstensuppe einen festen Platz unter den traditionellen Gerichten Graubündens ein.

In jedem der 150 Täler wird sie ein wenig anders zubereitet - jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Immer ist Gerste drin, welche zuvor eine Nacht lang eingeweicht wird, dazu viel Gemüse und geräuchertes Fleisch. Der reichhaltige Eintopf schmeckt und sättigt.

Anders als Weizen wächst Gerste unter trockenen Bedingungen und auf ärmeren Böden optimal - der Anbau ist für Regionen mit rauem Klima und in höheren Lagen recht gut geeigne


(Quelle Wiki)


Seit der Bronzezeit wird in Graubünden Gerste angebaut und Gerstensuppe gekocht. Gerste gehört zu den altbekannten Getreidesorten. Bis ins 16. Jahrhundert war Gerste das wichtigste Getreide Mitteleuropas.

Weil Gerste zum Backen ungeeignet ist, verlor sie in städtischer Umgebung ihre Bedeutung zu Gunsten von Roggen und Weizen.

Tipp: Gerstensuppe lässt sich gut tiefkühlen.


Ein Rezept für vier Portionen Gerstensuppe 


Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 2 1/2 Std


Zutaten:


60 g Rollgerste
1/2 Sellerie
2 Karotten
2 Kartoffeln
1/2 Weisskohl
1 Lauchstengel
2 EL Öl
1 Bouillonwürfel
200 g Bündnerfleisch
1 Schuss trockener Weisswein
2 EL Rahm Salz,
ein Hauch Muskatnuss,
Pfeffer aus der Mühle,


Zubereitung:



Die Gerste waschen und über Nacht einweichen.
Sellerie, Karotten und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden.
Die dicken Rippen vom Kohl wegschneiden und diesen in Streifen schneiden, den Lauchstengel rädeln.
Das Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und Sellerie, Karotten und Kohl darin dünsten. Gerste und Lauch und ca. 2 1/2 Liter Wasser beifügen.
Den Bouillonwürfel darin auflösen und das Ganze während 2 1/2 Stunden köcheln lassen. Bündnerfleischwürfel in die Suppe geben und eine weitere halbe Stunde ziehen lassen.
Nach der Garzeit mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und kurz vor dem Auftischen mit Rahm verfeinern.
Gerstensuppe mit Roggenbrot oder einem frischgebackenem Hausbrot servieren

Wieso nicht ganz persönlich, vielleicht zum Geheimrezept werdend: Ein Schuss roter Veltliner statt des Weissweins?
Es darf auch eine Engadiner Hauswurst mitgekocht werden.
8 Minuten vor dem Servieren eine Handvoll Hörnli oder kleingebrochene Spagetti beigeben?
Nach dem Servieren mit einem Esslöffel voll Rahm einen weissen Tupf in die Mitte der Suppe?
Und da drauf ein paar geröstete Brotwürfelchen.
Kleine Würfel Bergkäse in die noch heisse Suppe im Teller geben?

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